“Groß feiern wollen wir doch nicht”, war der Tenor der Grünen Damen der Christlichen Krankenhaushilfe im Herz-Jesu-Krankenhaus. „So doch nicht“, richtete Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses, Berthold Mathias, eine kurze Dankesrede an die ehemaligen und aktiven Damen und Herren zum 30jährigen Jubiläum des so wichtigen Dienstes am Menschen, der schon bei der Aufnahme beginne. Dort würden die Kranken von den Ehrenamtlichen warmherzig empfangen und auf die schwierige Zeit des Krankenhausaufenthaltes vorbereitet.

Während der Jubiläumsfeier „30 Jahre Grüne Damen“ erhielten die Aktiven als Dank für ihre ehrenamtliche Tätigkeit ein Glas Hiltruper Honig. Im Bild auch die erste Vorsitzende der Grünen Damen, Rosemarie Opolka (1. R., 2.v.r.), links neben ihr die 2. Vors. Monika Bäka, Schwester Margret (2. R.,2.v.l.) , Pflegedirektor Magnus Engeln (3. R. mittig) und links neben ihm Geschäftsführer Berthold Mathias.
Etwas Hartnäckigkeit und viel Gespür
Grüne Damen und Herren für langjähriges Engagement geehrt
Anfangs waren es ausschließlich Frauen, die sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe verschrieben hatten, zu der Zeit, als die mittlerweile 88-jährige Initiatorin Elisabeth Apfelstaedt die Christliche Krankenhaushilfe am 1. Oktober 1981 gegründet hatte. Es war eine schwierige Zeit, erinnert sich die seit über 25 Jahren ehrenamtlich tätige Ilse-Marie Münch an die große Skepsis, auf die sie stießen. Das sei heute anders. Aber es habe gedauert, bis die Grünen Damen nach langer Pionierarbeit ihren Platz in der Krankenhausgemeinde gefunden hatten.
"Buchführung der guten Taten"
„Anfangs haben wir jede Tätigkeit aufgeschrieben“, zeigte Vorsitzende Rosemarie Olpolka das schwere Buch mit den zahlreichen Eintragungen. „Sollen wir das wieder anfangen?“ war die nicht ganz ernst gemeinte Frage.
Gespür für die Menschen
Ein kleines Lächeln auf dem Gesicht der Patienten, sei auch eine persönliche Bereicherung der Grünen Damen und Herren. „Wenn Sie dann trotz anfänglichen Widerstandes so aus dem Krankenzimmer gehen, haben Sie etwas Gutes für den Patienten und für sich getan“, so Opolka, die 21 Jahre als Stationshilfe gearbeitet hatte und seit dem Renteneintritt dabei ist. „Mir fehlte etwas“. Hartnäckig zu sein, ein Gespräch aufbauen zu können, seien wichtige Tugenden für diese ehrenamtliche Tätigkeit. Man trage es in sich, das Gespür für den Menschen, wie man mit ihm umgehe, analysiert sie.
Heilender Hiltruper Honig
Einmal pro Woche versehen zwölf Damen und drei Herren ihren Dienst und zusätzlich bei der Aufnahme frühmorgens den so genannten Lotsendienst.
Als Dank für ihre Tätigkeit erhielten die Aktiven ein Glas Hiltruper Honig, dem man eine gute Heilwirkung nachsagt.
Verstärkung willkommen
Zu erkennen sind die Grünen Damen an den lindgrünen Kitteln, die sie seit der Gründung der Christlichen Krankenhaushilfe tragen. Wer sich für die ehrenamtliche Tätigkeit interessiert, melde sich bei Rosemarie Opolka unter Tel. 02501-8495.

"Weißt Du noch früher...?" Die gemütliche Kaffeerunde bot Gelegenheit zum Austausch über die Entwicklung des Ehrenamts über die Jahrzehnte.