Er passte mit seiner imposanten Kopfbedeckung kaum durch die Studiotür, aber für die Ehrenamtlichen von der Studiowelle und für die Zuhörer ging er einfach in die Knie und saß dann pünktlich am Mikrofon: Prinz Marcus I. (Janotta) besuchte in Begleitung von Adjutant Ulf Imort den Hausfunk des Herz-Jesu-Krankenhauses.

Prinz Marcus I. und Adjutant Ulf Imort in fröhlicher Runde zu Besuch in der Studiowelle.
Wem der Karneval schon in die Wiege gelegt wird...
Das Moderatorenteam Ronja Gottschling und Folker Flasse sorgte dafür, dass bald kein Prinzengeheimnis den auf ihren Zimmern mithörenden Patienten verborgen blieb. Neben einer Beschreibung des Ordens gab es auch Auskünfte über das Kostüm: Champagnerweiß und Champagnerrot schimmert die französische Seide. Na, dann steht einer prickelnden Session ja nichts im Wege.
Was Venedig Münster voraus hat
Einige Etappen hat Prinz Marcus I. auch schon mit Bravour genommen: Immerhin hat er "den anderen Markus" mal kurz seines Oberbürgermeisteramtes enthoben und regelt närrisch die Geschicke der Stadt, die laut Folker Flasse, ein bisschen hinterhinkt. Denn Venedig habe den Prinzen schon längst mit einem Marcusplatz gewürdigt. Wenn es in Münster dann zu einem käme, so Janotta, hätte er gern einen Platz ohne Tauben.
Schnapszahlen an der Spitze
"4 mal 11" Jahre zählt nicht nur Marcus I., sondern auch seine Adjutanten Ulf Imort und Christian Schmidt. Die Zuhörer erhielten im Interview Informationen über die Prinzengarde, über das urkarnevalistische Elternhaus des Obernarren, über die Vielzahl der unterschiedlichen Programmpunkte einer Session, und dass der Prinz schöne Beine hat, aber trotzdem lieber auf eine Pumphose verzichtet. Die prinzliche Bulle ist übrigens noch nicht fertig, und Orden gibt es genug.
Prinzessinnen für Münster
"Mit Sicherheit Spaß" - dieses Motto erfüllte sich beim lockeren Geplauder mit der Majestät in der Studiowelle, die zu Ehren des Besuchs karnevalistisch geschmückt worden war.
Hätte man bei der Gelegenheit eine Meinungsumfrage gemacht, ob Münster eine Prinzessin nicht besser zu Gesicht stünde, als eine Tollitute, hätte die Prinzessin gewonnen. Alle waren sich einig, dass der Begriff Tollitute eine uncharmante Verballhornung sei, die der jeweiligen Begleitung des Prinzen zu zweifelhafter Ehre gereiche.
Für eine bunte Live-Sendung mit Karnevalsmusik gab's als Dank für die Studiowellen-Crew und Vertreter des Hauses natürlich reichlich Orden.