Parkinson Syndrom

Die Parkinson-Krankheit ist mit mehr als 200.000 Betroffenen allein in Deutschland eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Die Erkrankung tritt mit dem Alter gehäuft auf (1% der 60jährigen und bereits 2% der 70jährigen sind an Parkinson erkrankt), immer häufiger erkranken jedoch auch jüngere Menschen. In der Mehrzahl der Fälle ist keine Erblichkeit nachzuweisen. Ursächlich ist die Parkinson-Krankheit auf einen Untergang von Nervenzellen in bestimmten Bereichen des Gehirns, wie der sog. Substantia nigra (Schwarze Substanz), zurückzuführen.

 

Durch den Verlust dieser spezialisierten Nervenzellen kommt es im Gehirn zum Mangel des Botenstoffs Dopamin. Als Folge des Dopaminmangels entwickelt sich eine Störung motorischer Bewegungsabläufe, was sich insbesondere an den 3 Hauptsymptomen Bewegungsverlangsamung (Hypokinese), Steifheit mit unwillkürlicher Muskelanspannung (Rigor) und Zittern (Tremor) zeigt.

 

Hinzu können vegetative Störungen kommen wie z.B. abnormes Schwitzen, vermehrter Speichelfluss, Störungen der Darm- und Blasenfunktion sowie Kreislaufregulationsstörungen.

 

Bei einigen Betroffenen können im Verlauf auch Beeinträchtigungen der geistigen und seelischen Funktionen auftreten wie z.B. Verlangsamung der Denkabläufe und der Reaktionsfähigkeit, andere Patienten sind depressiv verstimmt, antriebsarm und lustlos.

 

Zwar gibt es bis heute keine Therapie, mit der man die Parkinson-Krankheit heilen kann, es stehen jedoch zahlreiche sehr wirkungsvolle Mittel zur Verfügung zur Behandlung der Symptome. Darüber hinaus kann in ausgewählten Fällen, insbesondere bei komplizierten Krankheitsverläufen oder bei im Vordergrund stehendem Tremor, die Stimulation bestimmter Hirnabschnitte über eine durch den Neurochirurgen platzierte feine Sonde (vergleichbar einem Herzschrittmacher) zur Symptomverbesserung führen.

 

In unserer Abteilung für Neurologie mit klinischer Neurophysiologie werden jährlich mehr als 400 Patienten mit Parkinson Syndromen nach dem neuesten Stand der Medizin behandelt. Unter anderem werden bei bestehender Indikation auch Apomorphin-Pumpen gelegt.

 

Darüber hinaus ist Chefarzt Hr. Dr. Kusch beratender Arzt der Selbsthilfegruppen der Deutschen Parkinsonvereinigung in Münster und Steinfurt.

 

Angeboten wird auch eine integrierte videobasierte  Parkinson-Behandlung.


 

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