Morbus Dupuytren

Morbus Dupuytren (Dupuytrensche Kontraktur)

Bei der Dupuytrenschen Kontraktur der Hand handelt es sich um eine Erkrankung des Hohlhandbindegewebes, die zu knotigen oder strangartigen Verdickungen in der Hohlhand führt. Mit Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu Beugekontrakturen einzelner Finger, wobei am häufigsten der Klein- und der Ringfinger betroffen sind. Die Finger können nicht mehr gestreckt werden, so dass die Gebrauchsfähigkeit der Hand stark eingeschränkt wird.

Die Erkrankung betrifft sehr viel häufiger Männer als Frauen, sie kommt familiär gehäuft vor, aber auch im Rahmen von Stoffwechselerkrankungen (Zuckerkrankheit, Leberfunktionsstörungen) wird sie vermehrt beobachtet.

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des perimed-Verlages, Erlangen

Das Anfangsstadium mit Knoten in der Hohlhand ohne Beeinträchtigung der Fingerbeweglichkeit kann oft über viele Jahre bestehen bleiben. Hier muß keine Behandlung erfolgen. Wenn jedoch ein Finger nicht mehr frei streckbar ist, sollte das krankhafte Bindegewebe operativ entfernt werden, da in diesem Stadium die besten Heilungschancen bestehen. Spätstadien mit extremer Verkrümmung der Finger führen meist zu Veränderungen der Fingergelenke und zu Verkürzungen der Fingernerven und -gefässe, so dass auch die Operation keine vollständige Heilung garantieren kann.

Außer der operativen Entfernung gibt es keine anderen erfolgreichen Behandlungsmöglichkeiten. Die Operation kann in Regionalanästhesie (d.h. Betäubung nur des Armes) durchgeführt werden, im frühen Stadium kann der Eingriff bei geeigneten Patienten auch ambulant erfolgen.

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