Sportverletzungen

Sport hat in unserer Freizeitwelt einen hohen Stellenwert bekommen, ca. 1/3 der Bevölkerung ist in Sportvereinen organisiert. In sofern sind Sportverletzungen auch ein wesentlicher Bestandteil der Unfallchirurgie geworden, da etwa 20 % aller Unfälle Sportunfälle sind. Frische Verletzungen bedürfen der gleichen Aufmerksamkeit wie chronische Sportschäden.

In Deutschland werden jährlich etwa 1,5 Mio. Sportunfälle ärztlich behandelt, wofür von den Krankenkassen ca. 1 Mrd. Euro aufgebracht werden. Neuere Trendsportarten wie Snowborden, Inlineskaten, Mountainbiking und Bodybuilding haben zu einer weiteren Zunahme von Verletzungen geführt.

Sportverletzungen betreffen häufig die großen Gelenke. Am Kniegelenk sind es häufig Meniskus-, Seitenband- und Kreuzbandverletzungen, am Sprunggelenk meistens Zerreißungen des Außenbandapparates und an der Schulter Schäden an den Drehmuskeln (Rotatorenmanschette) und an der Schultergelenkskapsel.

Die Behandlung von Sportverletzungen erfordert nicht nur besondere Erfahrung in den modernen Behandlungstechniken, insbesondere hier auch den arthroskopischen Gelenkoperationen, erforderlich ist auch eine kompetente Physiotherapie für die frühe funktionelle Weiterbehandlung der Patienten. Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit ambulanten Rehabilitationszentreten, die die Behandlung nach dem stationären Aufenthalt fortsetzen. Auch die Beratung des Sportlers hinsichtlich der Konsequenzen und möglicher Langzeitfolgen seiner Sportverletzung sind wichtige Aufgaben des Sportraumatologen.

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