Toiletten- und Blasentraining

Toiletten-/Blasentraining:

Durch ein spezielles zeitliches Schema nach dem betroffenen Patientinnen die Toilette aufsuchen müssen, wird die Kontrolle über den Blaseverschlußmechanismus zurrückerlangt. Die Intervalle zwischen den einzelnen Toilettengängen werden von Tag zu Tag erweitert, so das am Ende des Trainings die Patientin in der Lage ist Zeitpunkt und Ort des Wasserlassens wieder selbst zu bestimmen. Der entscheidende Aspekt bei der Durchführung eines Miktions-/Toilettentrainings ist die Motivation der Patientinnen. Die Betroffenen müssen selst wieder trocken werden wollen, ein aufgezwungenes Training ist nahezu immer zum scheitern verurteilt. Wie ein Trainingsablauf aussieht wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt individuell ausgearbeitet.

Miktionstagebuch:

Das Miktionstagebuch dient unter anderm dazu den Typ der bestehenden Inkontinenz zu ermitteln. Es gibt Aufschluss über die Blasenkapazität und zeigt wann, wie oft und wobei die Patientin den Drang zum Wasserlassen verspürt. Allein durch die genaue Dokumentation der Trinkmengen und des Trinkzeitpunkts lassen sich schon wichtige Aussagen über z. B. ein fehlerhaftes Trinkverhalten aufdecken.
Das Tagebuch dient also dazu die Art und den Schweregrad der bestehenden Inkontinenz darzustellt. Andererseits kann durch das Miktionstagebuch eine individuelle Einstellung einer medikamentösen Therapie vorgenommen oder die verbesserte Kontinenz nach einer Operation exakt dargestellt werden.

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