Hämodialyse
(Blutwäsche)
Dies ist ein Nierenersatzverfahren, das die Filterfunktion der Niere langfristig ersetzen kann. Über einen Shunt (operativ angelegte Punktionsstelle) oder einen Gefäßkatheter wird im Regelfall dreimal wöchentlich über 4-6 Stunden die Dialyse durchgeführt. Für Berufstätige und auf besonderen Wunsch wird eine Spätdialyse bis in die Nacht angeboten.
Peritonealdialyse
(Bauchfelldialyse)
Diese Dialyseverfahren kann bei geeigneten Patienten ebenso wie die Blutwäsche (Hämodialyse) die Nierenfunktion langfristig ersetzen. Meist kann sie zuhause selbständig durchgeführt werden. Damit dies komplikationslos gelingt, schulen wir unsere Patienten ausführlich und begleiten sie auch durch Hausbesuche in der ersten Zeit. Jeder Patient erhält einen individuell abgestimmten Therapieplan. Regelmäßige Termine in unserer Peritonealdialyseambulanz helfen die Therapie sicher zu machen und evtl. Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Auch wenn die Therapie zu hause erfolgt, sind unsere patienten niemals allein gelassen: ein 24-Stunden-Rufdienst (Arzt und Dialysepflegekraft) steht an allen Tagen des Jahres für Rat und Hilfe zur Verfügung.
- Vorhofkatheteranlage
- Plasmapherese
- Immunadsorption
- Nierenbiopsie
Phasenkontrastmikroskopie des Urins
Die Phasenkontrastmikroskopie des Urins erlaubt in vielen Fällen eine sehr genaue Einschätzung von Nierenkrankheiten. Sie wird daher auch gerne als „kleine Nierenbiopsie“ bezeichnet. Speziell ausgebildete Medizinische Assistentinnen (MTA) und Ärzte (Nephrologen) können dabei aus der genauen Analyse der Urinbestandteile Rückschlüsse auf Ursachen und Art von Nierenkrankheiten schließen.
Hochdruckschulung
Jeder vierte Deutsche leidet an Bluthochdruck. Hypertonie ist einer der wichtigsten Faktoren, die Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenversagen auslösen. Dank moderner Medizin kann Hypertonie heute regelhaft schonend und ohne gravierende Nebenwirkungen therapiert werden. Problematisch bleibt jedoch die Erkennung der Hochdruckkrankheit und die konsequente Schulung der Betroffenen. Nur durch eigene Kenntnisse und Einsicht der Betroffenen, regelmäßige Selbstkontrolle des Blutdrucks und eine individuell angepasste Therapie – nicht nur mit Tabletten ! – werden die heutigen Möglichkeiten nutzbar gemacht. Wir engagieren uns daher innerhalb der Medizinischen Klinik für eine Emanzipation der Betroffenen. Ein Schulungsteam aus Hypertonieassistenten (DHL bzw. durch die Ärztekammer zertifiziert) und Hochdruckspezialisten (Hypertensiologen DHL, Nephrologen) gibt seine Kenntnisse gerne an alle Patienten des Herz Jesu Krankenhauses weiter.