Je nach Behandlungsschwerpunkt stehen u.a. folgende Ziele im Vordergrund:
1. sensomotorisch
Bewegung (Motorik) und Sensibilität (Sensorik) bedingen sich gegenseitig und sind stets als Einheit zu sehen.
• Verbesserung feinmotorischer Funktionen (z.B. verschiedene Greiffunktionen)
• Training der Koordination
• Stimulation von Sinnesmodalitäten
• Schreibtraining (Graphomotorik)
2. neuropsychologisch
• Gedächtnistraining / Hirnleistungstraining
• Verbesserung von Bewegungs- und Handlungsplanung (Apraxie)
• Behandlung von Vernachlässigungsphänomenen einer Raum- und/oder Körperhälfte (Neglect)
3. ADL-Training (Aktivitäten des täglichen Lebens)
• Esstraining
• Anziehtraining
Verschiedene Hilfsmittel
Wenn die Handlungsfähigkeit des Patienten dauerhaft eingeschränkt ist, werden dem Patienten verschiedene Hilfsmittel zur Erleichterung alltäglicher Handlungsabläufe und zum Erhalt größtmöglicher Selbstständigkeit vorgestellt. Zu solchen Alltagshilfen zählen z.B.:
• Griffverdickungen für Besteck und Stifte
• Winkelförmiges Besteck
• Anti-Rutsch-Unterlagen
• Einhänder-Brettchen
• Strumpfanzieher
Die Patienten haben die Möglichkeit diese Hilfsmittel direkt während des stationären Aufenthalts auszuprobieren.
Insgesamt werden den Patienten während der ergotherapeutischen Behandlung verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, die nach dem Krankenhausaufenthalt eigenständig umgesetzt werden können.
Es besteht stets ein enger Austausch mit dem Team der Physiotherapie und Logopädie. Zusammen mit der Logopädie wird beispielsweise die testpsychologische Untersuchung im Bereich „Demenz“ durchgeführt.