Physiotherapie

Sind während des Aufenthalts im Herz-Jesu-Krankenhaus physiotherapeutische Maßnahmen erforderlich, kommt das stationäre Team der Abteilung zu den Patientinnen und Patienten ans Krankenbett. In enger Kooperation mit dem behandelnden Arzt werden die notwendigen Maßnahmen individuell auf den Patienten abgestimmt. Damit ist ein optimales Ineinandergreifen verschiedener Behandlungsmethoden möglich.

Mit einem 13-köpfigen Team aus Physiotherapeuten und Masseuren/ medizinischen Bademeistern deckt die Abteilung das gesamte Spektrum der Physiotherapie und Physikalischen Therapie ab.

 

Individuelle Begegnung mit dem Patienten

Die Physiotherapie umfasst durch eine individuelle Begegnung mit dem Patienten das Erkennen von Funktions- und Strukturstörungen (individuelle Anamnese und daraus resultierende Behandlungsplanung) und ihrer Behandlung mit den speziellen Methoden der Physiotherapie/ Physikalischen Therapie. Die Zielsetzung der therapeutischen Maßnahmen ist es, schädigungsbedingte Störungen sowie drohende oder bereits manifeste Beeinträchtigungen durch Einleitung von Therapiemaßnahmen zu vermeiden, zu beseitigen, zu verbessern oder Verschlimmerungen zu verhüten. Basis für das Verständnis der Physiotherapie ist das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abgeleitete Modell der Krankheitskonsequenzen und der sich daraus ergebenden Interventionskonzepte (ICF - International Classification of Functioning, Disability and Health). Die Funktionskapazität eines Patienten beruht auf der Interaktion drei verschiedener Dimensionen:

 

  • Körperstruktur/ Körperfunktion
  • Aktivität
  • Partizipation.

 

Die Konsequenzen von Gesundheitsproblemen (z. B. Krankheit, Operation, Trauma, Handicap) äußern sich im Sinne von Funktionsstörungen (z. B. verminderte Bewegungsfähigkeit, fehlende Kraft, Koordination, Kraft/ Ausdauer, eingeschränkte Komplexfunktionsstörungen wie Greifen, Gehen, Stehen etc.) und Symptomen (z.B. Schmerzen, Steifigkeit, Sensibilitätsstörungen etc.) und können somit zu einer Einschränkung der Aktivität (z. B. Fähigkeitsstörungen beim Ankleiden, Einkaufen etc.) sowie Begrenzungen der sozialen Interaktion und Partizipation führen (Freizeitverhalten, Berufsausübung etc.).

 

 

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