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Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum der Klinik für Urologie umfaßt sowohl ein buntes allgemeinurologisches Therapieangebot (z.B. bei Prostatavergrösserung, Nierensteinen, u.v.a.) als auch umfassende und spezialisierte Therapiemöglichkeiten bei allen urologischen Krebsarten und urologischen Problemen auf dem Boden neurologischer Erkrankungen.

Die uroonkologischen Möglichkeiten umfassen im operativen Sektor ein sehr breites chirurgisches Repertoir, welches - soweit krebstherapeutisch sinnvoll – die Entfernung von Primärtumoren, Tumorrezidiven und Metastasen beeinhaltet. Beckenchirurgische Tumoreingriffe (radikale Prostataentfernungen, Blasenentfernungen mit Harnableitung etc. werden in hoher Frequenz (ca. 150/Jahr) durchgeführt. 
Darüber hinaus werden zahlreiche medikamentöse Tumortherapien (Chemotherapie, Hormonablation u.a.) durchgeführt.
Im interdisziplinären Verband mit Schmerztherapeuten, Internisten, Pflege und Sozialdienst können auch eine Vielzahl palliativer (symptomlindernder) Therapieansätze angeboten werden.

Die neurourologische Expertise ist eine logische Folge der fortlaufenden Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie des Hauses. Diagnostik– und Behandlungsschwerpunkte sind Blasenentleerungsstörungen zahlreicher neurologischer Erkrankungen (Multiple Sklerose, M. Parkinson, Schlaganfall u.a.), bei denen häufig nach eingehender Diagnostik eine zumindest symptomlindernde Therapie angeboten werden kann.

Unser Leistungsspektrum umfasst erkrankungsbezogen unter anderem folgende Behandlungsmöglichkeiten:

1. Prostatacarzinom

  • Radikale Entfernung der Prostata einschließlich Ihrer Kapsel über einen suprapubischen Bauchschnitt. Im mikrochirurgischen Verfahren wird (individuell) auch nervenerhaltend und somit erektionserhaltend operiert.
  • Bei fortgeschrittenen Tumoren bieten wir alle Formen der medikamentösen Tumortherapie an.

2. Gutartige Prostataveränderungen  (benigne Prostatahyperplasie)

  • Endoskopische Resektion über die Harnröhre mit elektrischer Schlinge oder im Laserverfahren (transurethrale Resektion).
  • Entfernung der Prostata über einen Bauchschnitt (Adenomenukleation bei sehr grossen Prostatadrüsen >100ml)

3.  Blasentumor

  • Endoskopische Resektion der Blasentumore über die Harnröhre (transurethrale Resektion).
  • Laserkoagulation von Blasen- und Harnleitertumoren
  • Radikale Entfernung der Blase (Radikale Cystektomie) mit Anlage einer patientenorientierten Harnableitung unter anderem mit Erhalt der Kontinenz (Anlage einer Ersatzblase oder katheterisierbares Stoma).
  • Chemotherapie bei fortgeschrittenen Blasentumoren.

4. Hodentumoren

  • Inguinale Orchiektomie (Entfernung des Hodens einschließlich des Samenstranges über einen Leistenschnitt).
  • Chemotherapie bei fortgeschrittenen Hodentumoren.
  • Lymphadenektomie (Entfernung metastatisch veränderter Lymphknoten) entlang der großen Gefäße beim Verbleib von Metastasen nach Chemotherapie.

5. Nierentumore

  • Organerhaltende Tumorentfernung in Abhängigkeit von Größe und Lage des Tumors über einen Flankenschnitt. Dabei kann bei etwa 60% der Patienten mit Nierentumoren eine Nierenentfernung ohne zusätzliches Risiko vermieden werden. Es werden regelmässig Operationen in lokaler Unterkühlung der Niere (Hypothermie) durchgeführt. Der Chefarzt PD Dr. Brkovic hat eine hohe transplantationschirurgische Erfahrung, so dass bei seltener Indikation auch Tumorentfernungen außerhalb des Körpers mit Eigentransplantation stattfinden können.
  • Radikale Entfernung der Niere und ggf. des Harnleiters über einen Schnitt in der Flanke oder einen Bauchschnitt (transabdominal oder thorakoabdominal).
  • Es werden auch bereits fortgeschrittene Tumore, die in die Gefäße eingewachsen sind operiert. .

6. Nieren-, Harnleiter- und Blasensteine

  • Bestimmte Nieren- und Harnleitersteine können mit einer Stoßwellenbehandlung (ESWL)  zertrümmert werden.
  • Endoskopisch entfernen wir Harnleitersteine mit einem flexiblen Ureterorenoskop, ggf. auch unter Einsatz eines Lasers zur Zertrümmerung des Harnleitersteines im Harnleiter.
  • Bei Rezidivsteinen bieten wir im Rahmen des stationären Aufenthaltes eine metabolische Analyse zur Klärung der Ursache an.

7. Inkontinenzbehandlung bei Frau und Mann

  • Videourodynamische Messung zur Diagnostik von Blasenentleerungsstörungen, neurologischer Blasenfunktionsstörungen
  • Operative Behandlung der Streßinkontinenz bei der Frau mit Bändern, die unter der Harnröhre entlang ziehen.
  • Operative Therapie bei Inkontinenz in Folge von Fisteln zwischen Blase und Scheide nach gynäkologischen Voroperationen.
  • Operative Behandlung der Streßinkontinenz beim Mann z. B.nach radikaler Prostatektomie.
  • Medikamentöse Therapie der Dranginkontinenz
  • Botulinum-Toxin-Injektionen bei Blasenmuskelüberaktivität.

8. Erkrankung der äußeren Genitale

  • Leistenhoden/Gleithoden:
    Durch einen Leistenschnitt wird operativ der Samenstrang gelöst, der Hoden im Hodensack fixiert.
  • Vorhautenge (Phimose):
    Die Entfernung der Vorhaut (radikal oder unter Erhalt eines Vorhautrestes) .
  • Wasserbruch/Nebenhodenzyste (Hydrozele/Spermatozele):
    Entfernung der Hydrozele/Spermatozele über einen Schnitt am Hodensack.
  • Plastische Operationen an der Harnröhre z.B. bei rezidivierenden Harnröhrenengen und Fehlmündungen der Harnröhre (Hypospadie).
  • Harnröhrenschlitzung bei Harnröhrenengen (endoskopisch).
  • Condylomentfernung mittels Laser bei condylomata accuminata.
  • Varikocelensklerosierung (Verödung von Krampfadern am Hodensack)
  • Frenuloplastik (Korrektur eines verkürzten Vorhautbändchens)
  • Korrektur bei Penisdeviation (Penisverkrümmung).
  • Orchidopexie (Fixierung des Hodens im Hodensack) z. B. nach Hodentorsion

Ambulante Eingriffe

  1. Anlage eines suprapubischen Blasenfistelkatheters (Blasenkatheter zur Urinableitung über die Bauchdecke)
  2. Anlage, Wechsel und Entfernung einer Ureterendoprothese ( Harnleiterschiene)
  3. Anlage einer perkutanen Nephrostomie (Nierenfistelkatheter)
  4. Circumcision (Vorhautbeschneidung)
  5. Orchidopexie (Fixierung des Hodens im Hodensack)
  6. Frenuloplastik (Korrektur des Vorhautbändchens)
  7. Varikocelensklerosierung (Verödung von Krampfadern am Hodensack)
  8. ESWL (extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie, Steinzertrümmerung von aussen)

 

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